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Außerhalb des Ortes befindet sich ein Munitionshauptdepot der Bundeswehr (MunHptDep Schierling). Es wurde von 1937 bis 1939 als Luftwaffenmunitionsanstalt erbaut und soll zum Jahresende 2009 aufgelöst werden.
Noch heute finden sich in den Wäldern um die "Muna" Erdungseisen, die von der Lagerung von Flugzeugmotoren in den letzten Kriegsmonaten 1945 zeugen. Dieses Depot barg aber zeitgleich auch die reichsweit größte Lagerstätte für Giftgas-Glasampullen (Gasinhalt ca. 6000 t). Eine Bombardierung des Arsenals, die nur durch den Einsatz des US-Marshals T. Sheffield kurzfristig verhindert wurde, hätte dramatische Folgen für die Bevölkerung der Gegend nach sich gezogen. Unter dem militärischen Schutz der Amerikaner wurden nach der Kapitulation die Bestände abtransportiert und vermutlich in der Ostsee versenkt. Die Kirchengemeinden begehen aus Dankbarkeit jährlich am 1.Mai (Tag der Arbeit) einen Gelübdetag.
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